Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn • (JGB 153), Der Einwand, der Seitensprung, das fröhliche Misstrauen, die Spottlust sind Anzeichen der Gesundheit: alles Unbedingte gehört in die Pathologie. Es folgen drei „jasagende“ Bücher mit Morgenröte 1881, Fröhliche Wissenschaft 1882/1887 und als Höhepunkt Zarathustra 1883–1885 (KSA 6, EH 330, 333 und 343). (JGB 19) „Kurz, studirt, ihr Psychologen, die Philosophie der »Regel« im Kampfe mit der »Ausnahme«: da habt ihr ein Schauspiel, gut genug für Götter und göttliche Boshaftigkeit! JGB 260 und 272) Bei der Herren-Moral gebe es natürliche Unterschiede, die sich in einem verschiedenen Rang der Menschen und der Wertsphären ausdrückten. Auch bei Nietzsche ist eine nicht – substanzialistische Interdependenz zwischen allen Elementen der Welt zu sehen. Danach wäre Jenseits von Gut und Böse da… Suhrkamp. [41], Ernst Troeltsch sah in Nietzsches Atheismus eine tiefe Spannung zu einer „enthusiastischen Gläubigkeit“. Aus der Natur könne dies nicht abgeleitet werden. ... Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen. In einem Aufsatz über Atheistische Ethik schrieb er im Jahr 1895 über Nietzsche: „Dann bleibt nicht Moral minus Religion, sondern dann erhebt sich die neue Moral Jenseits von Gut und Böse, die mit vollem Bewußtsein aus dem neuen Grund völlig neue Folgen zieht. Er suchte eine Moral jenseits bestehender Normen und Werte, die nicht an die historische, von der Religion beeinflusste Tradition gebunden ist. Unternehmergeist, Kühnheit, Raubsucht würden ersetzt durch Selbstregulierung, Opfermut und Uneigennützigkeit. (JGB 68), Wenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten Gegengrund zu schliessen: Zeichen des starken Charakters. — Friedrich Nietzsche, buch Jenseits von Gut und Böse. Jenseits von Gut und Böse. (JGB 202) Wegen unzureichender Bildung sei die Disziplinierung der Massen einfacher über Religion zu erreichen als über philosophische Theorien. (JGB 175), das Prinzip „laedere neminem“ [niemand verletzen] (JGB 186), Ebenfalls auf dieser Edition basiert die aktuelle Ausgabe bei. A still more refined desire to possess her prompts a concern that she might be willing to sacrifice what she desires for a mistaken image of her lover. Nietzsche stellt sich kritisch zu den Zielen der traditionellen Philosophie, die mit ethischen Werten den Zugang zur wirklichen Lebenswelt des Menschen verstelle. Nietzsche also subjects physics to critique. [9] Im Zarathustra taucht der Begriff Jenseits von Gut und Böse ebenfalls auf, wo in „Das andere Tanzlied“ das Leben zu Zarathustra spricht: „Wir sind Beide zwei rechte Thunichtgute und Thunichtböse“. ): Geschichte der Philosophie, Band XIII, Beck, München 2002, 59–112, hier 84, Nachgelassene Schriften. „Die »Aufklärung« empört: der Sklave nämlich will Unbedingtes, er versteht nur das Tyrannische, auch in der Moral, er liebt wie er hasst, ohne Nuance, bis in die Tiefe, bis zum Schmerz, bis zur Krankheit, — sein vieles verborgenes Leiden empört sich gegen den vornehmen Geschmack, der das Leiden zu leugnen scheint. Jenseits von Gut und Böse greift alle grundsätzlichen Themen von Nietzsches Philosophie auf und kann so als eine Art Erklärung jener Gedanken gelesen werden, welche der Autor bereits davor in Also Sprach Zarathustra formuliert hat, allerdings in einer form- und bildhafteren Sprache. His "faculty" to explain the possibility of synthetic a priori judgements is pejoratively compared to a passage from Molière's comedy Le Malade imaginaire in which the narcotic quality of opium is described in terms of a "sleepy faculty" – according to Nietzsche, both Kant's explanation of synthetic a priori judgments and Moliére's comedic description of opium are examples of redundant self-referring statements which do not explain anything. 1886 ließ er Jenseits von Gut und Böse auf eigene Kosten drucken. Ich liebte seinen Stil, ich liebte seine Kühnheit; ich liebte aber durchaus die Art nicht, wie Nietzsche über die tiefsten Probleme sprach, ohne im geistigen Erleben bewusst in sie unterzutauchen.“[40], Hans Vaihinger nahm in seiner Philosophie des Als Ob in seinem Schlusskapitel unmittelbar auf den Fiktionalismus Nietzsches Bezug, das den Titel trägt: „Nietzsche und seine Lehre vom bewusst gewollten Schein (‚Der Wille zum Schein’)“. […] Umgekehrt: genau im Widerstreben gegen die Sinnenfälligkeit bestand der Zauber der platonischen Denkweise, welche eine vornehme Denkweise war, – vielleicht unter Menschen, die sich sogar stärkerer und anspruchsvollerer Sinne erfreuten, als unsre Zeitgenossen sie haben, aber welche einen höheren Triumph darin zu finden wussten, über diese Sinne Herr zu bleiben:“ (JGB 14), Erkenntnistheoretisch setzte Nietzsche auf einen strikten Fallibilismus: „Auf welchen Standpunkt der Philosophie man sich heute auch stellen mag: von jeder Stelle aus gesehn ist die I r r t h ü m l i c h k e i t  der Welt, in der wir zu leben glauben, das Sicherste und Festeste, dessen unser Auge noch habhaft werden kann […]“ (JGB 34) „Die Welt, die uns etwas angeht, ist falsch d.h. ist kein Thatbestand, sondern eine Ausdichtung und Rundung über einer mageren Summe von Beobachtungen; sie ist »im Flusse,« als etwas Werdendes, als eine sich immer neu verschiebende Falschheit, die sich niemals der Wahrheit nähert: denn—es giebt keine »Wahrheit«.“[16]. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, KGW VII 4/2, de Gruyter, Berlin 1985, 62–63, Walter Arnold Kaufmann: Nietzsche: Philosoph – Psychologe – Antichrist. [11] In einem Brief an Peter Gast vom 27. Dionysos-Dithyramben • Entstehung und Einreihung in Nietzsches Schriften. Find books Nietzsche warns against those who would suffer for the sake of truth and exhorts his readers to shun these indignant sufferers for truth and lend their ears instead to "cynics"—those who "speak 'badly' of man—but do not speak ill of him" (§26). Sklaven-Moral reklamiere Pflicht und Schuld der Anderen. [7] Die Vorarbeiten begannen im Jahr 1885, also parallel zum Zarathustra. Menschen sind Lebewesen, die zwischen "Gut" und "Böse" in einem ethischen Sinn unterscheiden können. Nietzsche hatte eigentlich mit Jenseits von Gut und Böse und den 1886/87 gedruckten, veränderten Neuauflagen früherer Schriften sein Werk als vorläufig abgeschlossen angesehen und wollte sich Zeit fürs Durchdenken neuer Themen nehmen. Für den Vornehmen sei es natürlich, dass er sich von dem „Gemeinen“ durch ein „Pathos der Distanz“ (JGB 257) abheben würde. „Europa ist es, das Eine Europa, dessen Seele sich durch ihre vielfältige und ungestüme Kunst hinaus, hinauf drängt und sehnt —“ (JGB 256), Zur Natur, zum ursprünglichen Leben, gehöre Ungleichheit. Gut bedeutet hier Stärke, Stolz, Vornehmheit, Selbstbewusste Wahrnehmung von Privilegien, Härte gegen die geringer qualifizierte Masse und sich selbst. Es sei die Religion der Juden gewesen, die historisch die Wertumkehr von der vormoralischen zur moralischen Gesellschaft bewirkt habe. Eine Einführung, de Gruyter, Berlin 1991, Gliederung des Inhaltsverzeichnisses, S. XV, Volker Gerhard: Die Funken des freien Geistes. Nach der 4. Nietzsche hat nicht nach Erkenntniswahrheit, sondern nach „Sinnwahrheit“ gefragt. Doch dann entschloss er sich zu einem neuen, eigenständigen Werk. Ein Versuch in einer Umwertung aller Werte“.[13]. „Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.“ (Friedrich Nietzsche) „Unser Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein.“ (Thomas von Aquin) „Wenn Liebe einmal gekeimt hat, treibt sie Wurzeln, die nicht mehr aufhören zu wachsen.“ (Antoine de Saint-Exupéry) Das Leiden abzuschaffen, wie es Schopenhauer, der Buddhismus, das Christentum, die Demokraten oder die Sozialisten wollten, würde bedeuten, dass der Mensch nur Zuschauer bleibe. Der Sklavenmensch hingegen, der ängstlich und skeptisch ist, folge dem Maßstab von Gut und Böse, weil er hierdurch ein Mittel sehe, seine Lage zu verbessern. A subtler desire to possess her also wants her soul, and thus wants her to be willing to sacrifice herself for her lover. (JGB 47) Nietzsche prognostizierte die Möglichkeit, dass die Begriffe „Gott“ und „Sünde“ zukünftig keine größere Bedeutung haben würden als „Kinder-Spielzeug“ und „Kinder-Schmerz“. 1961, 55, Walter Arnold Kaufmann: Nietzsche: Philosoph – Psychologe – Antichrist. Zusammenfassender Vergleich. [20] „Die gesammte Psychologie ist bisher an moralischen Vorurtheilen und Befürchtungen hängen geblieben: sie hat sich nicht in die Tiefe gewagt. Der Mensch als „noch nicht festgestelltes Thier“ könne zu sich selbst Stellung nehmen und seine eigene Zukunft entwerfen. Die Moral kam erst, als man Handlungen nach ihrer Absicht beurteilte. Die Skepsis gegen das Leiden, im Grunde nur eine Attitude der aristokratischen Moral, ist nicht am wenigsten auch an der Entstehung des letzten grossen Sklaven-Aufstandes betheiligt, welcher mit der französischen Revolution begonnen hat.“ (JGB, 46), Gleichheit und eine Moral für alle, der allgemeine Nutzen oder das utilitaristische größte Glück der größten Zahl, widersprächen der natürlichen Rangordnung der Menschen. Sklavenmoral sei demnach ungerecht. Mit vielen Gedanken stimmte er überein. 4. – 62), Viertes Hauptstück: Sprüche und Zwischenspiele (63. – 44. „Die Unwahrheit als Lebensbedingung zugestehn: das heisst freilich auf eine gefährliche Weise den gewohnten Werthgefühlen Widerstand leisten; und eine Philosophie, die das wagt, stellt sich damit allein schon jenseits von Gut und Böse.“ (JGB 4), Nietzsche kritisierte das naturwissenschaftliche Weltbild, welches eng auf den Sensualismus begrenzt sei und damit die Wirklichkeit in ihrer Gänze nicht erfassen könne. Aus der Entgegensetzung von Herren und Sklaven heraus unterteilte Nietzsche die „menschliche Geschichte“ in drei Perioden: 1. die „vormoralische“, sodann 2. die „moralische“ und 3. schließlich die „aussermoralische“ (JGB 32). Bejahung • [28] Whiteheads oberste Kategorie, vergleichbar dem Willen zur Macht, ist die Kreativität, die als Streben der Welt zugrunde liegt und als ein pulsierendes Werden zwischen Einheit und Vielheit beschrieben wird. Schon als Jugendlicher hatte er sich mit Theognis von Megara und dessen Regeln für die Erziehung des Adels auseinandergesetzt. Nietzsche verband mit Jenseits von Gut und Böse eine Botschaft, so dass dieses Buch nicht so künstlerisch geformt ist, wie der Zarathustra, sondern so, dass die Botschaft möglichst drastisch und überzeugend herüberkommt. (JGB 57) Bereits in der Einleitung stellte Nietzsche fest: „Christenthum ist Platonismus für’s ‚Volk‘,“ Religion habe die Funktion, ein Weltbild zu erzeugen, mit dem die breite Masse geführt und reguliert werden könne. Die Sklavenmoral mache diejenigen zu Bösen, die in der natürlichen Ordnung die Guten gewesen seien. Aber man soll sich nicht wundern, wenn es nicht viel ist,—wenn er da gerade sich unächt, zerbrechlich, fragwürdig und morsch zeigt. [57] Nietzsche hat als philosophischer Psychologe eine „perspektivische Philosophie der Philosophe“ vorgetragen, „einen Entwurf einer Perspektive einer Welt, an welcher ein Leben und seine Seins-Stellung erkennbar wird, welcher dieser Perspektive bedürfen.“[58], John Richardson merkte an, dass der Perspektivismus Nietzsches eine Ontologie voraussetzt, da es jemanden oder etwas, ein Seiendes, geben muss, der oder das die Perspektive einnimmt. (JGB 34) Deshalb stellt sich die Frage, welchen Wert die Wahrheit überhaupt hat. mit Verlaub gesagt) und nicht eine Welt-Erklärung ist: aber, insofern sie sich auf den Glauben an ... Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. Hiermit gab Nietzsche ein wichtiges Stichwort für den (französischen) Poststrukturalismus. Arthur C. Danto meinte zu Nietzsches Sprachverständnis: „Nietzsche gehört zu einer sehr interessanten Klasse von Denkern, zu denen auch Cassirer und Whorf zu zählen wären, die sich durch den Glauben definiert, dass wir selbst unsere Vorstellung von der Struktur der Wirklichkeit aus der Struktur unserer Sprache erzeugen, so dass unterschiedliche Strukturen des Wirklichen entsprechende unterschiedliche grammatische Strukturen zugrunde liegen und dass eine Änderung in der Grammatik folglich auch eine Änderung in der Welt impliziert,“[53] Die Sprache ist ein Gefängnis und der beste Weg, dem Gefängnis zu entrinnen, ist es, den Charakter der Sprache zu erkennen. Politiker, die nationale Interessen in den Vordergrund stellen, und dadurch eine „krankhafte Entfremdung“ der Europäer erzeugen würden, übersähen den Zug der Zeit. Deshalb könne der Starke, der nicht durch die verweichlichte Mitleidskultur geprägt sei, Leiden ohne Hadern ertragen. ), Drittes Hauptstück: Das religiöse Wesen (45. Nietzsche criticizes "unegoistic morality" and demands that "Moralities must first of all be forced to bow before order of rank" (§221). [36] Europa verdankt den Juden „den großen Stil der Moral.“ (JGB 250) Zugleich richtete Nietzsche seine Hoffnung darauf, dass die Juden ein Antrieb für ein besseres Europa sein könnten. Entscheidend seien die Perspektive und die Differenz zu anderen Perspektiven. Er sei der Ursprung der Schaffenskraft, die über Selbsterhaltung und Selbstverliebtheit hinausgehe. (der war nämlich mehr vom Christentum beeinflusst, als er zugegeben hat) Also sprach Zarathustra • (vgl. Literaturverzeichnis. Für ihn kommt Nietzsche das Verdienst zu, die Unmöglichkeit, „aus der Vernunft ein grundsätzliches Argument gegen den Mord vorzubringen, nicht vertuscht, sondern in aller Welt geschrieen zu haben.“[51] Auf der anderen Seite lehnte Adorno die Philosophie der Herrenmoral strikt ab. Herkömmliche Moral diene den Interessen einzelner oder bestimmter Gruppen. Will man Liebe und Hass von ihm, ich meine Liebe und Hass, wie Gott, Weib und Thier sie verstehn—: er wird thun, was er kann, und geben, was er kann. „…der soll der Größte sein, der der Einsamste sein kann, der Verborgenste, der Abweichendste, der Mensch jenseits von Gut und Böse, der Herr seiner Tugenden, der Überreiche des Willens: ebendies soll Größe heißen, ebenso vielfach als ganz, ebenso weit als voll sein können“. Zur Naturgeschichte der Moral ... – Hiermit ist auch ein Wink zur Erklärung jenes Paradoxons gegeben, warum gerade in der christlichsten Periode Europas und überhaupt erst unter dem Druck christlicher Werturteile der ... Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. Das Perspektivische sei eine „Grundbedingung des Lebens“ (JGB Einleitung), weshalb man nicht den Geist oder das Gute absolut setzen könne wie Platon. „Wer vornehm ist, spürt das Bedürfnis nicht, es zu sein, wer das Bedürfnis danach fühlt, ist nicht vornehm.“[63]. Darum müsse alle Philosophie vom Menschen ausgehen. Nun ist diese Idee jedoch "unglaubwürdig geworden", erzeugt keine Kraft mehr, und damit ist Gott "tot". Erstes Hauptstück. Letzter Mensch • „Es muss ihnen wider den Stolz gehen, auch wider den Geschmack, wenn ihre Wahrheit gar noch eine Wahrheit für Jedermann sein soll: was bisher der geheime Wunsch und Hintersinn aller dogmatischen Bestrebung war. Radikale Moralkritik von den Sophisten bis Nietzsche. Über das Pathos der Wahrheit • Für ihn widersprach sich Nietzsche, indem er wie Kant ein allgemeines Prinzip zur Grundlage der Moral machen wollte. Seine Selbstwertschätzung für sein eigenes Buch äußert sich durch seine metaphoristische Sprache als „der Müßiggang Gottes“, nach seinem großen Werk „ Also Sprach der Zarathustra“: Nietzsche contra Wagner • Zum Wesen des Menschen gehöre nicht die Indifferenz, sondern die Differenz. Die Unwahrheit als Lebensbedingung zugestehn: das heisst freilich auf eine gefährliche Weise den gewohnten Werthgefühlen Widerstand leisten; und eine Philosophie, die das wagt, stellt sich damit allein schon jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral • Der Wille zur Macht komme nicht nur im Menschen zum Ausdruck, sondern liege als Prinzip der ganzen Welt zugrunde. (JGB 219) Die Starken seien nun die, die vermeintlich grausam seien, Leid verbreiteten, unersättlich seien, die für ihre Überlegenheit erniedrigt und bestraft werden müssten. [33] Die archaischen und frühklassischen Werke Griechenlands rühmen andere Werte als sie sich in den heiligen jüdischen Schriften schon bei den Propheten finden. Vornehme Moral realisiere sich nur in einer Aristokratie. In a discussion that anticipates On the Genealogy of Morality, Nietzsche claims that "Morality is in Europe today herd-animal morality" (§202)—i.e., it emanates from the ressentiment of the slave for the master (see also §260, which leads into the discussion in Genealogy, I). Nach Giorgio Colli werden in Jenseits von Gut und Böse „zentrale Themen aus der Zeit von Menschliches, Allzumenschliches bis zur Fröhlichen Wissenschaft“ vor allem in Hinblick auf die Moralphilosophie wieder aufgenommen und verarbeitet. Das Extrem der Widernatürlichkeit sei die Askese, in der sich das Leben gegen das Leben selbst richtet. (Vgl. 1988, 108, KSA 14, 345 sowie Brief an R. von Seydlitz vom 26. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." (JGB 62) „Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit des Geistes; zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.“ (JGB 46), Die Religion habe vor allem die Funktion des Machterhalts. mit Verlaub gesagt) und nicht eine Welt-Erklärung ist: aber, insofern sie sich auf den Glauben an die Sinne stellt, gilt sie als mehr und muss auf lange hinaus noch als mehr, nämlich als Erklärung gelten. (JGB 54) Selbst wenn man das Subjekt wegdenkt und statt „ich denke“ sagt „es denkt“, wirke noch die Grammatik weiter, die auf diesem Wege auch die Logiker in ihrem Denken beeinträchtige. If, unlike past philosophers such as Schopenhauer, we really want to tackle the problems of morality, we must "compare many moralities" and "prepare a typology of morals" (§186). Nietzsche asks the question, "what compels us to assume there exists any essential antithesis between 'true' and 'false'?". „Grad und Art der Geschlechtlichkeit reicht bis in den letzten Gipfel seines Geistes hinauf.“ (JGB 75) Mit dem Konzept des Willens zur Macht kann man alle Lebensphänomene erschließen. „Die Physiologen sollten sich besinnen, den Selbsterhaltungstrieb als kardinalen Trieb eines organischen Wesens anzusetzen. Auflage 1974 übersetzt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2. Der Fall Wagner • Twelve of these (§§ 84, 85, 86, 114, 115, 127, 131, 139, 144, 145, 147, 148) concern women or the distinction between men and women. In: Werner Stegmaier (Hrsg. Nietzsche discusses the complexities of the German soul (§244), praises the Jews and heavily criticizes the trend of German antisemitism (§251). [37] Hoffnung insofern, als die Juden in Europa keine Neigungen zu Nationalismen hätten, wie sie nicht nur, aber in hohem Maße zu dieser Zeit in Deutschland vorzufinden gewesen seien. Die aus der Aufklärung entstandene Demokratiebewegung sei eine Revolution von unten. Tatsächlich ging es ihm um die psychologische Konstitution des vornehmen Menschen. [61] „Jede Philosophie ist eine Vordergrunds-Philosophie — das ist ein Einsiedler-Urtheil: »es ist etwas Willkürliches daran, dass er hier stehen blieb, zurückblickte, sich umblickte, dass er hier nicht mehr tiefer grub und den Spaten weglegte, — es ist auch etwas Misstrauisches daran.« Jede Philosophie verbirgt auch eine Philosophie; jede Meinung ist auch ein Versteck, jedes Wort auch eine Maske.“ (JGB 289) Oberflächlich legte Nietzsche den geschichtlichen Hintergrund der Moral als Herrschaftsinstrument, die Fehler der Philosophen und, was vornehm ist, dar. Religionen wie das Christentum oder der Buddhismus hätten eine wichtige Funktion, um die breite Masse in ihrer Rolle einzuüben, so dass sie eine hierarchische Ordnung ertragen können. Ihre Werte seien Gleichheit, Gehorsam, Unparteilichkeit, Altruismus, Aufhebung von Privilegien, Beseitigung von Armut, „Gemeinsinn, Wohlwollen, Rücksicht, Fleiß, Mäßigkeit, Bescheidenheit, Nachsicht, Mitleiden.“ (JGB 199). Apollinisch-dionysisch • [19] Ohne den Willen zur Macht gebe es keine Vernunft und auch keine Wertschätzungen. „Jede Moral ist, im Gegensatz zum laisser aller, ein Stück Tyrannei gegen die ‚Natur‘... Das Wesentliche und Unschätzbare an jeder Moral ist, dass sie ein langer Zwang ist.“ (JGB, 108). Nietzsche kann sich stolz zurücklehnen und feiern. Philosophers are wrong to rail violently against the risk of being deceived. Und eben so, wie die Liebe Gottes in dieser Bibelstelle dargestellt wird, sozusagen jenseits von Gut und Böse, so soll die Liebe laut Nietzsche sein. Das kann ich nicht gethan haben - sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Auch in der Sprache habe der Mensch die Neigung, seine Umwelt so zu interpretieren, wie es seinen Gewohnheiten und Erwartungen entspricht. [27] Macht als Ordnungskategorie der Welt könne nur bestehen, wenn es ständige Wechselbeziehungen zwischen den betroffenen Entitäten gebe. Ihre Politik sei nur ein „Zwischenakt“. Die Bedeutung Nietzsches für ihr Fach diskutierten bekannte Psychologen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung Anfang des 20. ): Geschichte der Philosophie, Band XIII, Beck, München 2002, 59–112, hier 81, Volker Gerhardt: Vom Willen zur Macht. [39] Die neuen Philosophen hätten die Aufgabe, dem „Menschen die Zukunft des Menschen als seinen Willen, als abhängig von einem Menschen-Willen zu lehren und grosse Wagnisse und Gesammt-Versuche von Zucht und Züchtigung vorzubereiten.“ (JGB 203). Berlin 1988, 174, Hans Vaihinger: Die Philosophie des Als Ob, Berlin 1911, 771, Ernst Troeltsch: Gesammelte Schriften Band 2 (Zur religiösen Lage, Religionsphilosophie und Ethik), Mohr, Tübingen 1913, 530–531, Sigmund Freud: Zur Psychopathologie des Alltagslebens, 3. vermehrte Auflage, Berlin 1910, GW 4, S. 77–78 – Freud irrte sich bei der Angabe des Hauptstücks, das korrekt das 4. ist, das den Aphorismus 68 enthält; zitiert nach: Reinhard Gasser: Nietzsche und Freud, de Gruyter, Berlin 1997, 43, Martin Staemmler: Rassenpflege im völkischen Staat, zweite vermehrte und verbesserte Auflage, J.F.

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